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An Kaffee und Kakao scheiden sich die Geister. Beinahe jeder, der Kaffee mag, ist auch hin und wieder für eine heiße Tasse Schokolade zu begeistern, aber nicht jeder Kakaotrinker mag Kaffee.
Kaffee ist ein schwarzes, stark Koffeinhaltiges Heißgetränk, welches aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen hergestellt wird. Es gibt Bohnenkaffee und Ersatzkaffees (z.B. aus Gerstenmalz), wobei sich der Bohnenkaffe nochmal in viele unterschiedliche Qualitätsstufen aufspaltet. Die beiden Hauptsorten sind jedoch Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta), welche aus den Steinfrüchten verschiedener Pflanzenarten gewonnen werden. Diese werden auf unserem Planeten in über 50 Ländern angebaut.
Einer Legende von 1671 nach sollen einst Hirten der äthiopischen Region Kaffa als erste den Kaffee entdeckt haben, als ihre Ziegen, die zuvor von einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten gefressen hatten, die ganze Nacht über wach und munter waren. Es wird aber tatsächlich angenommen, dass die Region Kaffa im Südwesten von Äthiopien das Ursprungsgebiet des Kaffees ist. Daher wird auch die äthiopische Kaffeetradition und Zubereitungsart als die Ursprungsform angesehen: Die Bohnen werden in einer Eisenpfanne gebraten, dann mit einem Mörser zerstampft und schließlich in einem Tonkrug mit Wasser aufgekocht und in kleinen Schalen dar gereicht.
Kaffee war ursprünglich mal sehr teuer, weshalb ihn sich nur gut situierte Bürger und Aristokraten leisten konnten: Schon berühmte Persönlichkeiten wie Goethe, Honoré de Balzac oder Ludwig van Beethoven nutzen die Schlaf-verdrängende Wirkung des Kaffees, um mehr arbeiten zu können.
Der Kakao hingegen, welcher aus den Bohnen des Kakaobaumes gewonnen wird, wirkt weniger vitalisierend als aphrodisierend. Die sogenannte heiße Trinkschokolade schmeckt vor allem Kindern sehr gut, weil sie meist mit viel Zucker vermengt, sehr süß genossen wird. Als Grundstoff der Schokolade wird hier das Kakaopulver mit Milch vermischt, um ein schmackhaftes Getränk herzustellen.
Das Wort Kakao ist über die Mayasprachen, das Aztekische und Spanische in die europäischen Sprachen gekommen. Schon über tausend Jahre vor Christus sollen die Menschen die Kakao-Pflanze genutzt haben. Die Azteken kannten die Pflanze seit dem 14. Jahrhundert. Sie hielten ihn sogar für ein heiliges Geschenk ihres gefiederten Schlangengottes Quetzalcoatl (Daher die Namensanlehnung Kakao 'Xocóatl). Die Azteken benutzen die Kakaobohnen auch als Opfergabe und Zahlungsmittel. Später fanden 1519 die spanischen Conquistadores in den Schatzkammern des letzten Aztekenkönigs 25.000 Zentner Kakao, das "braune Gold".
Mittelweile gilt in der Wissenschaft die Gesundheitsfördernde Wirkung des Kakaos als mehr oder weniger erwiesen. Besonders dunkle Schokolade soll sich mit einem Kakaoanteil von über 70 % günstig auf die Durchblutung des Gehirns, den Herz-Kreislauf, den Cholesterinspiegel, den Blutdruck und die Hautfunktionen auswirken. Ein wahrer Zaubertrank!
Kaffee ist also der Wachmacher und Kakao der Glücklichmacher. Ich lade sie nun herzlich ein, sich durch die Menüs auf der linken Seite zu klicken, um Interessantes rund um die beiden Heißgetränke zu erfahren. Viel Spaß noch mit dem Geschenk der Hirten und dem Zaubertrank der Azteken!